Sehenswertes Altstadt Goslar

Zu Gast in der Weltkulturerbestadt Goslar

In der alten Kaiserstadt Goslar ist Mittagszeit. Auf dem Marktplatz mit dem von einem goldenen Reichsadler gekrönten Marktbrunnen herrscht „Rush-hour“. Die Augen und Fotokameras zahlloser Urlauber sind auf das Glockenspiel im Giebel der ehemaligen Kämmerei gerichtet. Punkt zwölf Uhr, mit dem Schlag der Glocken aus den Türmen der Marktkirche, öffnen sich wie von Geisterhand zwei stählerne Tore. Mit der Präzision eines Uhrwerks vollzieht sich vor den Augen der Staunenden der Vorbeimarsch jener Figuren, die von den ersten Erzfunden und der über tausendjährigen Geschichte der Montanindustrie im Bergwerk Rammelsberg berichten. Inzwischen sind mehr als 1000 Jahre vergangen, seitdem die Bergleute erstmals in den Berg einstiegen, um ihm seine Schätze zu entlocken. „Malter für Malter” entrissen Steiger, Hauer und Schürfer dem Rammelsberg gut 27 Millionen Tonnen wertvolle Erze zur Metallgewinnung.

Seit rund 45 Jahren dreht das Goslarer Glockenspiel im Giebel der ehemaligen Kämmerei der Stadt, die heute ein kleines Hotel und eine Restauration beherbergt, viermal täglich seine Runden – beobachtet von unzähligen Video- und Fotokameras staunender Touristen.

Auch das „Nachtjackenviertel“ rund um die alte Klauskapelle erzählt vom Leben der frühen Bergleute. „In aller Herrgotts-Frühe“ traten sie damals ihren Weg zu den Erzstollen im Rammelsberg an. Ausgerüstet mit Pickel und Schlegel, dem sogenannten Arschleder, der Grubenlampe und dem Tscherpermesser wurden die schwer arbeitenden Männer an den Haustüren ihrer Häuser von ihren Ehefrauen mit Wünschen für den Tag verabschiedet. Und weil die Frauen mit ihren „Nachtjacken und Nachtmützen“ dabei vor den Türen standen, entstand der Name „Nachtjackenviertel“, in dem auch unser „Haus im Nachtjackenviertel“ beheimatet ist.

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Ein im Original restauriertes Wohnhaus aus dem 16. Jahrhundert, in dem früher Bergleute, Schieferbauer, Handwerker oder Hauer mit ihren Familien und oft Tieren gelebt haben.

Ein im Original restauriertes Wohnhaus aus dem 16. Jahrhundert, in dem früher Bergleute, Schieferbauer, Handwerker oder Hauer mit ihren Familien und oft Tieren gelebt haben. Innerhalb des Flächendenkmals Weltkulturerbe Altstadt Goslar gilt dieses Bergmannshaus zusätzlich als Einzeldenkmal.Hier, aus der Peterstraße hinaus, sind die Goslarer Sehenswürdigkeiten, Gassen, Märkte, Restaurants, Museen und Kneipen zentral in wenigen Minuten erreichbar. Den Besuchern wird Goslar auf eindrucksvolle Weise näher gebracht. Je nachdem, ob die Interessen zur Geschichte, Architektur, Kultur oder zum Bergbau tendieren, werden verschiedenste Stadtführungen angeboten. Das karge Leben einer Bergmannsfamilie etwa ist bei dem Rundgang „Bergbauspuren in Goslars Altstadt“ zu erleben. Der Besuch der um 1500 entstandenen Siedlungen der Bergleute und der stattlichen Wohnhäuser der Bergwerksbesitzer schließt mit einer Stippvisite in einem um 1600 entstandenen Fachwerkhäuschen wie es damals von Bergleuten, Schiefergrubenarbeitern und Handwerker bewohnt wurde. „Tausend Schritte durch Altstadt“ entführt in die unterschiedlichen Zeitepochen in der Entwicklung Goslars, um nicht zuletzt einen beeindruckenden Blick in den Huldigungssaal im historischen Rathaus zu werfen. Behütet wie ein Augapfel und gesichert als seien es die Kronjuwelen, birgt der von Kunsthistorikern als „unschätzbar wertvoll“ eingestufte, frühere Ratssitzungssaal mit seinen Tafelgemälden und Rankenschnitzereien noch heute ungelöste Rätsel.

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Im Mittelalter prunkvolles Gildehaus der Tuch- und Gewandschneider berherbergt das knapp 500 Jahre Gebäude heute das Hotel Kaiserworth

Im Mittelalter prunkvolles Gildehaus der Tuch- und Gewandschneider berherbergt das knapp 500 Jahre alte Gebäude heute das Hotel Kaiserworth und das Vier-Sterne-Restaurant „Worth“.

Stadtführungen wie der „Blick durchs Schlüsselloch“ oder „Frauen im Mittelalter“ halten für Besucher Wissenswertes, Interessantes und Süffisantes aus den Schatzkammern Goslars bereit. Der Rundgang „Goslar zur Dämmerstunde“ eröffnet einen Blick in die lichtdurchflutete Altstadt. Angesichts illuminierter Sehenswürdigkeiten, wie dem berühmten Marktplatz am Abend, lassen die Urlaubsstimmung erst wirklich werden. Wenn die Scheinwerfer die mittelalterlichen Schönheiten am Markt ins rechte Licht rücken, am Rathaus und an der Kaiserworth die Arkaden zu leuchten beginnen und die Fachwerkfassaden im sanften Licht strahlen, wird die Urlaubsstimmung stimmungsvoll.

Im Jahr 1254 wurde das Große Heilige Kreuz als Einrichtung der städtischen Armenfürsorge gegründet. Hier fanden Bedürftige, Gebrechliche und Waisen, aber auch Pilger und Durchreisende ein Nachtlager und Versorgung. In den kleinen „Pfründnerstübchen‘ in der sogenannten Däle, haben Kunsthandwerker ihre Werkstätten eingerichtet und machen aus dem Denkmal einen Ort lebendiger Kultur. An den Flüsschen Gose und Abzucht fanden sich früher über 40 Stellen, an denen Wasser zum Antrieb von Mühlrädern genutzt wurde. Heute klappert nur noch eine Mühle „am rauschenden Bach‘: die Mühle am „Klapperhagen‘. Sie wurde im frühen 16. Jahrhundert erbaut und beherbergte in der letzten Phase des Betriebs eine Lohmühle und heute das Zinnfigurenmuseum.

„Ein Don Cichote der modernen Kunst“. Th.K.P. Schenning, Initiator des renomierten Kunstpreises Goslarer Kaiserring, ehemals Vorsitzender des Vereins für moderne Kunst und damals nicht müde werdendes Herz des Mönchehaus Museums für moderne Kunst Goslar an einer „faszinierenden Arbeit“, dem Spiegelprojekt Konvex-Konkav von Viktor Bonato. Vor wenigen Jahren verstarb Th.K.P. Schenning.

Die prunkvollen Bauten der früher mächtigen Gilden, die heutigen Museen und die häufig in historischen Bauten untergebrachten Hotels, Restaurants, Cafés und Kneipen erzählen Geschichten von Menschen aus der Vergangenheit und von der Zukunft in Goslar. Von Künstlern beispielsweise. Von Max Ernst, Victor Bonata, dem Verpackungskünstler Christo, Joseph Beuys, Rebecca Horn oder Henry Moore – wer die Stadt Goslar besucht, wird ihnen begegnen. Seit fast 30 Jahren verleiht das Mönchehaus-Museum für Moderne Kunst den Goslarer Kaiserring. Diese inzwischen international anerkannte Kunstauszeichnung brachte der Stadt nicht nur den Ruf einer modernen Künstlerstadt ein, sondern hinterließ auch in Museen und freien Räumen seine Spuren. Berühmte Gemälde, Statuen und Installationen sind in der Stadt allgegenwärtig.

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